Digitale Nomaden brauchen reise-taugliche Medien zum Arbeiten von Unterwegs.

Ortsunabhängige Arbeit, Leben als digitaler Nomade oder work and Travel auf eigene Faust – es ist einfacher, als du vielleicht denkst. Falls du bei diesem Thema ganz am Anfang einsteigen möchtest, findest du Tipps im 1. Teil und im 2. Teil der Reihe über digitale Nomaden hier im DQ Blog. Es gehört ein gewisses Mindset und etwas Mut dazu, um von unterwegs zu arbeiten. Ein entscheidender Faktor neben den Soft Skills ist die passende technische Ausrüstung für die ortsunabhängige Arbeit. In diesem Beitrag erfährst du mehr zu mobilen Hotspots, Coworking und den Geräten, die du brauchst für deinen Remote Job.

Technik wählen nach Verkehrsmittel, Destination und Arbeit

Es gibt verschiedene Typen von digitalen Nomaden. Manche sind Backpacker, die unterwegs das Nötigste zum Leben und Reisen verdienen. Andere verfügen über einen festen Wohnsitz und ziehen mehrmals pro Jahr für ein paar Monate los. Ebenfalls eine Rolle spielt das Fortbewegungsmittel sowie die Art deiner Tätigkeit. Nachdem du deinen Berufs- und Reise-Stil gefunden hast, ergibt sich daraus die technische Ausrüstung für die ortsunabhängige Arbeit.

Die Wahl der Hardware für digitale Nomaden

Bei der Hardware stellt sich als erstes die Frage nach dem Zweck. Vielleicht überlegst du, statt mit einem MacBook nur mit einem leichten iPad zu reisen. Der Vorteil von iPad ist zum Beispiel, dass du bei cellularfähigen Geräten eine SIM-Karte einbinden und dich damit direkt mit dem mobilen Netz verbinden kannst. Was damit sonst noch möglich ist, erfährst du in unserem Beitrag über das Arbeiten mit iPad. Brauchst du ein besonders leistungsfähiges Gerät und spezielle Software, bietet sich ein MacBook an. Beachte, dass manche Programme für das iPad nicht verfügbar sind. Allgemein wiegen Apple Produkte wenig, sind sicher und sie lassen sich gut untereinander synchronisieren. 

Digitale Nomaden benutzen gerne Apple Produkte.
Mache dich mit deinem Arbeitsgerät vertraut, bevor du dich als digitale Nomadin ins Ausland wagst. (Foto: Andrea Piacquadio / Pexels)

Natürlich kannst du auch Geräte anderer Hersteller für deinen remote Job verwenden. Wichtig ist, dass du die Arbeit mit deinem Device bereits gewohnt bist, bevor du in die weite Welt hinausziehst. Das gibt dir Sicherheit. Was auf jeden Fall zu deiner Ausrüstung gehört, ist ein Smartphone mit Hotspot-Funktion.

Zusätzlich zu deinen Arbeitsgeräten benötigst du passendes Zubehör, um Aufträge reibungslos abwickeln zu können. Es folgen ein paar Vorschläge, die du je nach Arbeitsweise und Ziel brauchst oder nicht.

  • Adapter für Stromanschluss im Zielland
  • Powerbank mit oder ohne Solarstromversorgung
  • Mobiles Modem oder Surfstick für den Zugang zum Internet
  • Kopfhörer zur Abschirmung von Umgebungsgeräuschen
  • Offline Speicher wie externe Harddisk, SD-Karten oder USB Sticks
  • Smartphone mit Hotspot-Funktion
  • Internationaler Mobile-Vertrag oder eine SIM-Karte mit genug Datenvolumen aus dem Zielland

Eine der wichtigsten Aufgaben deines Handys ist seine Funktion als mobiler Hotspot. Wenn du über ein entsprechendes Abo verfügst und auch Zugang zu WLAN-Spots hast, erübrigt sich die Anschaffung eines mobilen Modems oder eines Surfsticks vielleicht. Darüber hinaus bist du durch dein Smartphone in Kontakt mit deinen Kunden und kannst kleinere Aufgaben direkt erledigen.

Software als technische Ausrüstung für die ortsunabhängige Arbeit

Auch in den Bereich technische Ausrüstung für die ortsunabhängige Arbeit gehört die Software. Hier hängt die Auswahl ebenfalls stark von deinen Bedürfnissen ab. Ein Tool für digitale Unterschriften oder eine Scanner App wie zum Beispiel Scanbot braucht nicht jeder digitale Nomade. Dagegen sind folgende Applikationen wahrscheinlich für alle remote Jobs nützlich:

  • Sichere VPN-Verbindung (zum Beispiel über StrongVPN)
  • Cloud Service wie iCloud, Google Drive oder Dropbox
  • WiFi-Finder App
  • Coworking Finder App (zum Beispiel NomadSpace)
  • Apps für die Planung wie Trello oder Later für Social Media

Um die für deine Arbeit passenden Applikationen zu finden, unterhalte dich mit Berufskollegen. Auch wenn du deine Programme bereits gefunden hast, bringt der gegenseitige Austausch oft neue Entdeckungen mit sich, die deinen Berufsalltag erleichtern können.

Das iPhone zeigt, wie man Fotos erstellen kann.
Das iPhone kann im Leben eines digitalen Nomaden viele verschiedene Aufgaben übernehmen. (Foto: Drew Hays / Unsplash)

Ein Input zur Organisation für längere Off-Zeiten

Bist du die meiste Zeit unterwegs und hast vielleicht keinen festen Wohnsitz, dann solltest du bei der Vorbereitung verschiedenes beachten. Nutze die digitale Postnachsendung wie zum Beispiel von PEAX. Damit kannst du papierlos Briefe von der Schweiz erhalten und in die ganze Welt versenden, egal wo du gerade bist. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass du Empfang hast. Absolut überall klappt es leider nicht. Wenn du viel in der Natur fernab von Zivilisation unterwegs bist, musst du mit Verbindungsproblemen rechnen.

Schliesse zudem ein unlimitiertes internationales Abonnement für dein Handy ab. Wenn das nicht möglich oder zu teuer ist, dann besorge dir jeweils vor Ort eine lokale SIM-Karte. Für letzteres kann die Mitnahme eines zweiten Smartphones sinnvoll sein. Dann dient dir ein Gerät als Hotspot und mit dem anderen kannst du arbeiten.

Anforderungen an das ortsunabhängige Büro nach Reisearten

Digitale Nomaden gibt es viele. Und alle mögen einen anderen Reisestil. Manche brauchen die Atmosphäre eines Coworking Spaces, um effizient zu sein. Andere können sich auch an einer Bushaltestelle in ihre Arbeit vertiefen. Jede Reiseart erfordert eine andere Art von technischer Ausrüstung.

Backpacking Ausstattung für digitale Nomaden

Wenn du diese Art des Reisens bevorzugst, sollte deine technische Ausrüstung für die ortsunabhängige Arbeit möglichst leicht sein. Nimm nur mit, was du wirklich brauchst und wähle jeweils das Gerät, was am wenigsten Gewicht mit in deinen Rucksack bringt. Bereits mit einem Smartphone lassen sich viele Jobs erledigen und es kann eine ganze Reihe von Geräten ersetzen. Wähle wann immer die digitale Lösung, denn Kilobyte kannst du viele tragen im Gegensatz zu Kilogramm.

Technische Ausrüstung für die ortsunabhängige Arbeit im Camper

Digitale Nomaden nutzen auch Coworking Spaces
Coworking Spaces sind auf der ganzen Welt verbreitet und werden von digitalen Nomaden gerne genutzt. (Foto: Tumisu / Pixabay)

Im Camper kommt neben der Komponente Internetanschluss zusätzlich das Thema Strom hinzu. Wohnmobile sind mit entsprechenden Batterien und Steckdosen ausgestattet. Doch wenn du mit dem Fahrrad, im Personenwagen oder im selbst ausgebauten Van unterwegs bist, dann gibt es verschiedene Stromquellen. Erkundige dich über Powerbanks und Solargeneratoren. Davon gibt es viele verschiedene Modelle und je nach Nutzung und Zugang zu einem Stromnetz eignet sich das eine oder das andere für dich.

Modell digitaler Nomade mit fixer Unterkunft

Bist du dir noch nicht sicher, wie gut du dich unterwegs organisieren kannst oder magst du es allgemein lieber etwas komfortabler, dann buche eine fixe Unterkunft vor Ort. Das kann dir gerade in der Anfangsphase helfen, deine Arbeitsroutine unterwegs zu finden. Die Selbstorganisation ist für viele digitale Nomaden eine Herausforderung. Erkundige dich vor deiner Reise nach dem Internetanschluss in deiner Residenz oder suche dir einen Coworking Space an deiner Destination. Damit sind der Zugang zum Strom und Internet gewährleistet.

Ein Fazit über die technische Ausrüstung für die ortsunabhängige Arbeit

Willst du sicher sein, dass du unterwegs arbeiten kannst, teste deine technische Ausrüstung auf einem kurzen Trip. Diese Erfahrung wird dir zeigen, wenn noch etwas fehlt. Schlussendlich braucht es meistens weniger, als man denkt. Hilfreich ist auch, deine Kunden zu informieren, dass du unterwegs bist. Falls du dann einmal nicht erreichbar bist, wissen sie warum. Und du bist weniger nervös, wenn die Internetverbindung oder das Stromnetz einmal streikt.

Hast du Fragen zu diesem Thema, freuen wir uns auf deine Nachricht. Bald folgt der vierte und letzte Teil der Reihe über digitale Nomaden. Darin stellen wir verschiedene Reiseziele und ihre Eignung als Destination für digitale Nomaden vor.

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