Das ist Freiheit: digitale Nomaden arbeiten von überall

Remote bedeutet, deinen Job auszuführen, von wo du willst. Die Voraussetzung dafür ist, dass eine Internetverbindung besteht und du deine Arbeit online erledigen kannst. Eine selbständige Tätigkeit eröffnet zudem meistens zeitliche Flexibilität. Doch auch Arbeitgeber sind teilweise bereit, ihren Angestellten solche Freiheiten zu gewähren. Wenn du anfängst, dich mit dem Thema digitaler Nomade zu beschäftigen, fragst du dich vielleicht, – wie ich damals – welcher Beruf eignet sich als remote Job? Informiere dich in diesem Artikel, welchen fünf Tätigkeiten digitale Nomaden häufig nachgehen und wie du deinen Weg zum ortsunabhängigen Job findest.

Vielseitige digitale Jobs – Inputs und was du dafür brauchst

Gute Ideen sofort Aufschreiben!
Mache dir Gedanken und schreibe deine Ideen auf. (Foto: Tyler Nix / unsplash)

Um den Wechsel von einer ortsgebundenen Arbeit zu einem Remote-Job erfolgreich zu meistern, solltest du bereit sein für Veränderungen. Vielleicht erfordert es deine Ausbildung, dein Wissensstand oder deine bisherigen Erfahrungen, dass du dich weiterbildest oder etwas Neues lernst. Viele Hochschulen wie die Schweizer Journalistenschule MAZ oder die Fachhochschule Nordwestschweiz bieten Kurse und Studiengänge an. Überlege dir und schreibe dir das vielleicht sogar auf, was deine Stärken sind, auf welchen Fachgebieten du dich auskennst und welche Arbeit du dir vorstellen könntest. Versuche etwas zu finden, was du gerne tust und lasse dies in deine Ideen einfliessen.

Für eine Selbständigkeit brauchst du Erfahrung und eine gewisse Sicherheit. Wenn du dafür noch nicht bereit bist, erkundige dich auf dem Markt nach entsprechenden Jobs. Oder frage deinen Arbeitgeber, ob dein Angestelltenverhältnis eine Remote-Tätigkeit zulässt. Eine weitere Möglichkeit ist, deine digitale Tätigkeit nebenbei aufzubauen, während du in deinem bisherigen Job genügend Geld zum Leben verdienst. Oder suche dir eine Stelle oder ein Praktikum, um dir die neuen Fähigkeiten anzueignen, die du für deine Zukunft als digitaler Nomade brauchst. Finde in den folgenden Vorschlägen einige mögliche Wege, die du einschlagen könntest.

Texte schreiben als Beruf für digitale Nomaden

Schreiben ist lernbar und eine Übungssache. Ein gewisses Talent erleichtert den Einstieg in den Beruf als Texter*in. Falls du nicht gerne schreibst oder dir überhaupt nicht vorstellen kannst, dies beruflich auszuüben, dann überspringe diesen Abschnitt und gehe zum nächsten. Um ein gutes Ergebnis zu erzeugen, brauchst du fundiertes Wissen in Grammatik und Orthographie. Zur allgemeinen Affinität des Textens erfordert der Beruf Empathie und Kreativität. Es ist nämlich wichtig, dass du dich in die verschiedenen Zielgruppen hineinversetzen kannst, an die sich deine Worte richten.

Ist deine Entscheidung hierfür gefallen, besuche einen Kurs oder eine Ausbildung für kreatives Schreiben oder als Texter*in. Wenn du für online Medien schreiben willst, bilde dich in der Suchmaschinenoptimierung aus (SEO). Denn diese Kenntnisse sind eine weitere Voraussetzung für das Verfassen von Content. Für die ersten Schritte besuche beispielsweise ein online SEO-Praktikum. Dann melde dich bei einer Online-Plattform an, für die du Auftragstexte schreiben kannst. Diese sind zwar eher schlecht bezahlt, doch du kannst viel lernen. Behalte die Augen offen und versuche, so viele Texte wie möglich zu verfassen. Es kann sein, dass du am Anfang lange brauchst für eine Seite. Doch mit der Übung wirst du immer schneller.

Webmaster als digitaler Nomade mit Flair zur Technik

Websites zu kreieren oder zu optimieren braucht fundiertes Wissen. Um dich einzuarbeiten, solltest du dich von technischen Aspekten angezogen fühlen. Bist du dir nicht sicher, baue erst mal deine eigene Website. Auf diese Weise lernst du vom Hosting bis zur Veröffentlichung, was das beinhaltet. Und du findest heraus, ob dir diese Arbeit überhaupt gefällt. Dank Programmen wie WordPress oder Squarespace erfordert die Website Kreation keine oder nur sehr wenige Programmierkenntnisse. Dennoch erfordert der Aufbau dieses Wissens je nach Tool einige Zeit. Hat dich das Fieber einmal gepackt, wirst du viel Freude am Erstellen von Websites finden.

Social Media Marketing als Beruf und Reisejob

Social Media Plattformen wie Instagram, LinkedIn, Youtube oder TikTok sind wichtige Marketinginstrumente. Doch viele Unternehmen lassen ihre Kanäle extern betreuen, weil sie selber weder ausreichend Kenntnisse noch die Zeit dafür haben. Der Job eignet sich ideal als Reisejob, denn oft reicht ein Handy für die Ausübung. Die benötigten Fähigkeiten hierfür sind

  • fundierte Kenntnisse über die jeweilige Plattform,
  • Wissen über Social Media Strategien und Konzepte,
  • Kreativität zur Erstellung von Videos, Fotos und Texten,
  • Freude an der Kontinuität und
  • ein Gefühl für die Zielgruppe.

Es reicht nicht, wenn du weisst, wie du ein Foto oder Video hochladen kannst. Bevor du deine Dienstleistung in diesem Bereich anbietest, solltest du den Algorithmus des jeweiligen Kanals verstehen. Ebenfalls wichtig zu wissen ist, wie du ein Social Media Konzept erstellst oder zumindest, wie du die bestehende Strategie deines Kunden befolgst. Wenn du bereits etwas Kenntnisse in Marketing hast, kannst du dir den Beruf als Social Media Marketer relativ schnell aneignen. Sei dir bewusst, dass in diesem Job eine hohe Kontinuität gefordert ist. Das kann Spass machen, doch das ständige Dranbleiben eignet sich nicht als Job für jede Persönlichkeit.

Angel dir verschiedene digitale Jobs als virtuelle*r Assistent*in

Digitale Nomaden können alles digital erledigen.
Digitale Nomaden können auf alle wichtigen Dokumente von überall zugreifen. Sie brauchen keinen Büroplatz. (Bild: Ekaterina Bolovtsova / Pexels)

Viele Menschen in der Schweiz haben keine Zeit für organisatorische Dinge. Werde zur guten Fee, die anderen den Alltag erleichtert. Diese Dienstleistung kannst du auf verschiedenen Ebenen anbieten, entsprechend deinen bisherigen Erfahrungen. Was du dafür sicher brauchst, ist ein Talent für die Organisation. Deinem Arbeitgeber sollte dabei bewusst sein, dass du nur Dinge für ihn tun kannst, die sich online erledigen lassen. Um ein Vertrauensverhältnis zu schaffen, treffe deine Auftraggeber am Anfang regelmässig und zeige ihm, dass du zuverlässig bist.

Um Flüge zu buchen, Tische zu reservieren oder Meetings zu organisieren, ist eine gute Erreichbarkeit erforderlich. Sorge dafür, dass der Austausch über praktische Kommunikationstools wie Cisco Webex oder Facetime erfolgt. Am besten richtest du dich hier nach deinem Arbeitgeber. Sei kreativ und mach dich unentbehrlich.

Werde Influencer, online Coach, digitaler Trainer oder Instruktor

Was es für die Selbständigkeit im Netz bereits in bunt gemischter Vielfalt gibt, sind Beispiele. Falls du eine Nische entdeckst und eine zündende Idee hast, dann starte mit deinem eigenen Online-Business. Entscheide dich für die passende Plattform und lerne sie in und auswendig kennen. Denn der beste Content nützt dir nichts, wenn er ungelesen und ungesehen bleibt.

Recherchiere sorgfältig, schaue dir an, wie die Konkurrenz vorgeht und finde heraus, wie du dich abheben kannst. Der Aufbau kostet Zeit. Falls es am Anfang langsam voran geht, bleibe dran. Im Business von Online Coaches, Fitnesstrainern, Yogalehrer*innen oder Influencern ist die Kontinuität ein zentrales Element. Fange klein an mit einer sehr spezifischen Zielgruppe und einem kleinen Angebot. Dann vergrössere dich dann langsam nach und nach. Wachse in deine Rolle hinein.

Weitere Tipps für angehende Digitale Nomaden

Diese Liste für digitale Jobs geht weiter. Vielleicht hast du weder Interesse an Schreiben oder Webdesign noch an Marketing. Und du zeigst dich auch nicht gerne vor der Kamera. Dafür redest du umso lieber. Dann erkundige dich zum Beispiel nach Hotlines, die Leute für Telefondienste wie Helpdesk oder technischen Support suchen. Oder stelle deine eigene Podcast-Reihe auf die Beine. Mit der zunehmenden digitalen Transformation und der Offenheit von Arbeitgebern, bewegt sich der Trend weiter in die Richtung der ortsunabhängigen Berufe. Bald wird Teil zwei folgen mit dem Thema “Selbstorganisation als digitaler Nomade”. Stay tuned mit dem DQ Solutions Blog und hole dir Inspiration für deine Zukunft.

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